Montag, 17. Juni 2013

leseleiste: warum modeblogs nicht doof sind.

modeblogs sind doof, die inhalte flach und ihre macherInnen käuflich. die großen debatten um die zukunft der modeblogs sind innerhalb der modeblogszenerie weitestgehend ermattet, der diskussionsbedarf poppt dafür an anderen stellen auf. und ich? finde doch erstaunlich, warum von den bloggerInnen inhalte für lau erwartet werden, die ein gros der publikationen, in denen mode stattfindet, selbst nicht imstande ist, einzulösen. was roland schweins aktuell zu sagen hat, ist hier nachzulesen.  

warum modeblogs gar nicht doof sind? weil es natürlich auch reflektierte bloggerInnen gibt, die immer mal wieder darüber nachdenken, was sie da tun. nike und sarah zum beispiel.  

warum modeblogs außerdem nicht doof sind? weil bloggerInnen nahbar und online tatsächlich zu gesprächspartnerInnen werden können. muss man aus der heimatstadt münchen in die weite welt hinaus? - fragt zum beispiel milena.

warum modeblogs echt nicht doof sind? weil modebloggerInnen ganz schön unterschiedlich sind und noch viel mehr und anderes auf den weg bringen als bloggen. zum beispiel ausstellungen kuratieren wie mahret oder modesendungen mit entwickeln und moderieren wie jessie oder alljährlich ein fashion camp auf die beine stellen wie eine gruppe österreichischer bloggerinnen.

noch immer nicht überzeugt, dass modebloggerInnen alles andere als doof sind? sie sind bei allem narzissmus ziemlich einfallsreich und smart. beispiele gefällig? horst und  fabian und claire  und sophia und jakob/david - die sehen alle ziemlich gut aus und verharren nicht in den ewig gleichen posen.

so, jetzt aber: es gibt tatsächlich bloggerInnen, die auch print "können" oder sogar genau da herkommen. julia zum beispiel oder auch marlene. und dass das jetzt noch längst nicht profilierten bloggerInnen im deutschsprachigen raum waren, versteht sich von selbst. manchmal reicht die zeit einfach nicht für zu ende gedachte postings, weil die andere arbeit ruft.
 

Sonntag, 16. Juni 2013

das märchen von der guten alten handwerkskunst.

ein gros der luxusgüterindustrie ist von einer börsennotierten französischen aktiengesellschaft besetzt ... die ganze? nein! ein unbeugsames familienunternehmen hört nicht auf, dem eindringling widerstand zu leisten. anders gesagt: dass hermès sich gegen eine vollkommene übernahme durch lvmh wehrt, ist seit einigen jahren ein offenes geheimnis. lvmh hatte nämlich ende 2010 mit hilfe von investmentbanken einen fuß ins unternehmen gesetzt. umso interessanter die schlacht der kontrahenten um die werbestrategien. und die setzt auf das bewahren der handwerkskunst. hermès contemporary artisan nannte hermès 2011 seine kampagne. und wie sollte es anders sein? lvmh erdachte sich im selben jahr das konzept les journées particulières und öffnete 100.000 interessierten (gemäß eigenen angaben) tor und tür. das passiert an diesem wochenende nun zum zweiten mal, von paris bis granaiolo werden bei dior, pucci oder moët & chandon die ateliers und keller der luxusmarken der öffentlichkeit zugänglich gemacht. diese marketingoffensive produziert natürlich wunderbar behagliches bildmaterial, der subtext: hier ist die welt noch in ordnung, hier werden träume wahr.  dass da hermès auch aktuell nicht hintenanstehen kann, ist klar. das hermès festival des métiers ist in den letzten wochen von der londoner saatchi gallery bis nach düsseldorf gewandert. und nein, es geht nicht darum, seiden-carées zu verkaufen, stattdessen im gepäck: zehn kunsthanderker, die vorführen, wie tücher bedruckt oder taschen gefertigt werden. nebenbei schläft auch die konkurrenz von kering (ehemals ppr) nicht: gucci tourt mit seinem artisan corner bereits seit 2009 durch die geschäfte - seit einem monat darf man nun sogar beim schuhe-machen zuschauen. wir erahnen: so betulich, wie die bilder von der guten alten handwerkskunst daherkommen, geht es hinter den kulissen selbstverständlich nicht zu.

Dienstag, 11. Juni 2013

kleine leseleiste.

der_rondo_modepreis ging dieses jahr an ein absolventenduo: markus binder und emil beindl.



heute morgen verschickte h&m eine pressemitteilung, die für furore sorgte: isabel marant, die designerin, die gerade den look für die um distinktion bemühte großstadtgöre am allerbesten hinbekommt, wird im november diesen jahres die neueste kooperationspartnerin des konzerns. und statt großer geheimniskrämerei (wie in den kampagnen mit lanvin und margiela) gibt es jetzt sogar schon ein simples video, in dem marant im, na klar, marant-outfit (geschnürte lederhose und locker fallendem sweater) erklärt, sie fühle sich geehrt, mit h&m zusammenzuarbeiten. ein cleverer schachzug, nachdem sich h&m in der letzten saison einfach so schon sehr verdächtig hat anregen lassen vom design der französin. 

so also sieht eine professionelle liebeserklärung des monsieur scott schuman an seine garance aus: ist sie nicht süüüß in ihren neuen céline-sandalen? wie gut, dass mein moderesistenter freund keine ahnung von sowas hat.

jakob von den dandy jungs meint, dass die prada-herbstkampagne mit christoph waltz ein wenig langweilig, weil erwartbar sei. ich hingegen reihe mich in die langweilige, weil erwartbare, anhängerInnenschaft des gebürtigen wieners ein und finde sie wie wahrscheinlich alle österreicherInnen super. waltz wird hier nämlich spätestens seit oscar nummer zwei geliebt. und zum dank stellte der stellte vor wenigen monaten gegenüber der amerikanischen presse klarIch bin nicht Deutscher, ich bin Österreicher. Und wir Österreicher haben einen wunderbaren Sinn für Humor. Die Deutschen nicht so. ähem ja, mein wort zum dienstag quasi.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Dienstag, 4. Juni 2013

leseleiste.

the place to be heute abend in wien: die ewigen jungs von gelatin und eine menge helfer graben im 21er haus ein loch in einen styroporblock.  und wer es heute abend nicht dahin schafft, der kann ab morgen und noch bis sonntag von 14 bis 20 uhr beim graben und buddeln zuschauen.

wetten, dass uns dieses zitat in den nächsten tagen noch öfter begegnen wird? kommt ja nicht allzu oft vor, dass miuccia prada öffentlich statements abgibt. andrew o`hagan erklärte sie nun noch einmal die relevanz des hässlichen: “The investigation of ugliness is, to me, more interesting than the bourgeois idea of beauty. And why? Because ugly is human. It touches the bad and the dirty side of people. You know, this might have been a scandal in fashion but in other fields of art it is common: in painting and in movies, it was so common to see ugliness. But, yes, it was not used in fashion and I was very much criticized for inventing the trashy and the ugly. ” 

übermorgen ist es wieder einmal soweit: die modeklasse zeigt unter bernhard willhelm, was der mode-nachwuchs hier so drauf hat. für alle, die nicht mit dabei sind in der  anker expedithalle, gibt es auf blica wie bereits in den letzten jahren einen livestream anzuschauen. 

ab morgen ist das neue fräulein magazin mit einem mutter/tochter-doppelcover im handel: jane birkin ziert das eine, ihre tochter lou doillon das andere. während lou doillon momentan in den interviews davon erzählt, über die musik zu sich selbst gefunden zu haben, darf mit spannung erwartet werden, was ihre frau mama zu verkünden hat.

dieses buch wird wohl bald zu d e n buchempfehlungen der saison gehören: raf simons bei taschen löst damit auf den blogs demnächst grace coddingtons orange-rot eingeschlagene memoiren als liebstes bloggerInnen-accessoire ab. 

Samstag, 1. Juni 2013

postkarte nach venedig.

yasmin_le_bon in einer weißen levi`s, türmchen aus parfumflakon und kissen, das neu eröffnete (luxus)hotel gritti palace in venedig und half moon shine, simryn gills arbeit im australischen pavillon, aus: vogue deutsch, juni 2013.

venedig lässt mich noch immer nicht los. ist ja auch kein wunder: alle schreiben drüber, sogar die bunten blätter schaffen es, ein fitzelchen biennale irgendwo zu platzieren (die meisten stürzen sich wie die verrückten der einfachheit halber auf marc quinns portrait der schwangeren lara stone). und auch ich mache es mir einfach und schaue nochmal nach, was bei anna dello abgeht. die dokumentiert nämlich brav mit bildmaterial von prada die eröffnung von when attitudes become form, zu der sich so ziemlich alle dicken fische der kunstwelt ein stelldichein gaben. highlight hier: miuccia prada am telefon von walter de maria. dessen telefon steht auf dem (gemäß dem der ausstellung in der kunsthalle bern 1969) rekonstruierten holzfußboden, vor ihm eine anweisung an die besucherInnen: If the telephone rings, you may answer it. Walter de Maria is on the line and would like to talk to you. doch bevor ich mich weiter ärgere, noch nicht da gewesen zu sein, weise ich noch eben auf das internetkaufhaus yoox hin, das im venedig-rummel mit großem tamtam die arbeiten von zehn italienischen nachwuchskünstlerInnen sichtbar macht. selbstverständlich sind diese arbeiten exklusiv auf yoox.com erhältlich. ob das wohl ein zufall ist, dass  die bunten bildchen in pastell, die sich so wunderbar über dem sofa machen würden, als erstes weggingen?      

Donnerstag, 30. Mai 2013

schulterfrei.

chanel_resort 2014, freigelegte schultern von cara delevingne, gesehen auf style.com.

ich weiß nicht, wer die urlaubskollektion von chanel (die natürlich viel mehr sein will als das) noch vor augen hat, denn die präsentation ist ja schon eine weile her. vor fast drei wochen, was heute in der mode eine halbe ewigkeit ist, wurde sie in singapur bei flirrend heißen temperaturen in einer ehemaligen kaserne der britischen armee vorgeführt. mit dabei natürlich everybody`s (und insbesondere karls) darling cara delevingne, die hier nicht nur stoffliches, sondern auch bauch und schultern vorführte. damit gab sie den ton für eine handvoll der looks vor: riesige, über die schultern gerutschte v-ausschnitte, die zwar nicht so lässig wie die heruntergenestelten jäckchen bei miuccia prada rüberkamen, zumindest mich aber irgendwie daran erinnern ließen. denn ach wie gut, dass heute nicht mehr kleiderordnungen gelten, die uns frauen den spaß verderben. im 15. jahrhundert war die sache mit dem dekolleté nämlich strikt reglementiert. wie zum beispiel in nürnberg: Aus Gründen der Schicklichkeit soll keine in dieser Stadt wohnende Frau ein Kleid tragen, das vorne tiefer als zwei quergelegte Finger unter dem Knörplein (Halsknorpel) ausgeschnitten ist, während es rückwärts um eine Viertelelle gesenkt sein darf.* wie gut, dass ich mich heute freiwillig gegen karl lagerfelds vorschläge entscheiden kann. es gibt ja zum glück auch noch andere ideen, den sommer modisch zu überleben.


Mittwoch, 29. Mai 2013

venedig, glamourös.

ist ja klar: wer was auf sich hält, ist gerade nicht wie ich in wien, sondern selbstverständlich in venedig unterwegs - ist die lagunenstadt doch in diesen tagen der kleinste gemeinsame party-nenner der mode- und kunstcommunity. das macht nicht zuletzt ein blick in die modeblogs klar: sogar anna dello russo kommt nicht drum herum, auf die ausstellung when attitudes become form: bern 1969/venice 2013 in der kunstsammlung der fondazione prada am canale grande hinzuweisen. außerdem darf ein hinweis auf die louis vuitton-schau where should othello go?, in der pompeo molmenti auf tony oursler trifft, nicht fehlen. klar, dass die glamourösen venedig-tipps bei dello russo opulent und goldig gerahmt werden. wie eng die verquickungen zwischen der mode und der kunst tatsächlich sind, führte die biennale 2011 vor augen: lvmh unterstützte damals die restaurierung des venezianischen pavillons. logisch, dass damals dort eine werkruppe des italieners  fabrizio plessi gezeigt wurde, die lvmh gehört
 

zu hause bei ... petar petrov/ fvf x blica











petar_petrov in seiner wiener altbauwohnung  (bild lukas gansterer für freunde von freunden)

den modedesigner petar petrov habe ich das erste mal vor einer halben ewigkeit wahrgenommen. damals, vor circa zehn jahren, wechselte ich aus deutschland für ein halbes jahr an die uni in wien, machte nebenbei ein praktikum und natürlich, die modemenschen entgingen mir schon damals nicht. kurze zeit später legte petrov, damals noch student an der modeklasse in wien, bereits mit seinem label los. mittlerweile gilt der gebürtige bulgare als eines der lieblingsbeispiele für österreichisches modedesign, das sich auch jenseits der donaumetropole einen namen gemacht hat.
  

das missencamp.

ich fasse es nicht: das österreichische privatfernsehen ist nun also um ein miss austria-camp reicher. auf puls 4 lernen wir, dass eine miss austria noch viel mehr können muss als das nächste österreichische topmodel: sie muss eine schärpe tragen und ihr bundesland vertreten können und außerdem noch "gute umgangsformen und benimm" an den tag legen. das klingt nach einem heillos unzeitgemäßen unterfangen, nach krönchen auf der dauerwelle und allem was dazugehört. in wahrheit sind die missen von den topmodel-anwärterinnen nicht zu unterscheiden. aber das ist ja auch völlig wurscht. während des obligatorischen dessous-shootings streift die kamera über straffe schenkel, in einer solch attraktiven umgebung fühlen sich die sponsoren besonders wohl. schade, dass der versuch der vize-miss kärnten, den beweis anzutreten, dass missen auch gescheit sein können, ebenfalls nach hinten los geht: die miss stellt sich tatsächlich als a hübsche kleine maus vor. autsch, einmal abschalten bitte. 

Montag, 27. Mai 2013

der elektronische liebestöter.





  collage_aus viva magazin, 6/1990.
"So kann es nicht weitergehen", dachte Gaby aus Saarbrücken. Wieder einmal war Udo nicht neben ihr, sondern am geliebten PC eingeschlafen. Grund genug für Gaby, den elektronischen Liebestöter im nahen Feuerwehrteich zu versenken. (...) Brigitta, Gaby und Deborah haben dasselbe Problem. Ihre Männer sind Computer-Junkies, die zu dem Apple oder Atari ein erotischeres Verhältnis als zu ihrer Partnerin haben. Männer aus allen Berufen, aus allen Schichten können süchtig werden. Die meisten sind im besten Mannesalter. Das Verhalten dieser Byte-Besessenen lässt selbst die geduldigsten Frauen irgendwann verzweifeln. Stundenlang stieren ihre Männer auf den 30 mal 30 Zentimeter großen Bildschirm, sind kaum ansprechbar, verlieren das Gefühl für Raum und Zeit und irgendwann auch das für Frau oder Freundin." aus: ... bis daß der chip euch scheidet, viva magazin, 6/1990, S. 136-139.
vor 23 jahren, als christiane arp noch im moderessort des gruner & jahr-blattes viva arbeitete, stöhnte in dessen juni-ausgabe eine autorin in der rubrik partnerschaft: computer sind beziehungskiller! die sache war 1990 allerdings ziemlich einfach. die männer die nerds, die mit ihrem computer schlafen. frauen, analysierte die verfasserin, scheinen nicht gefährdet. denn: Frauen haben ein wesentlich nüchterneres Verhältnis  zur Maschine. dass das nun wirklich schnee von gestern ist, brauche ich der modeblogsphäre, die von bloggenden frauen dominiert wird,  nicht erzählen. denn bloggerinnen, die nehmen ihr laptop sicher nicht nur mit ins bett, sondern auch sonst überall mit hin. und damit die freunde sich angesichts dieses intimen verhältnisses nicht ganz so unnütz fühlen, dürfen sie ab und an als fotografen, manager oder hübscher aufputz herhalten. ob darüber schon beziehungen zerbrochen sind? wäre ja mal eine umfrage wert.

Dienstag, 21. Mai 2013

leseleiste.

das nenne ich mal eine nachricht: àslaug magnúsdóttir, co-gründerin und ceo des exklusiven pre-shopping-portals moda operandi, wirft als solche den hut. das mutet nicht zuletzt deshalb befremdlich an, weil frau magnúsdóttir auf dem online-portal ihres guten freundes imran amed,  business of fashion, in einer 18teilige serie lang und breit ihr erfolgskonzept erläutern durfte. 

weil stella mccartney in diesem jahr den designer for tomorrow-award von peek & cloppenburg prominent betreut, nutzen die deutschen blätter die möglichkeit, sie in berlin vor ort zu interviewen. jennifer wiebking sprach zum beispiel für die faz mit der britischen designerin und  julia knolle für die vogue digital. jennifer wiebking erzählte sie: Heute ist ja praktisch jeder Modedesigner. Ich glaube, dass es zunehmend schwerer ist, in Branchen Fuß zu fassen, die einen Glamour-Stempel tragen, weil jedermann glaubt, er könnte da mitspielen. das merke ich mir.

das blog horstson hat einige bloggerInnen zur zukunft der modeblogs befragt. einer von ihnen siems luckwald, der da schreibt: Es bannert und pop-upt und prt quer durch die ehemals persönlichen Fashion-Tagebücher, als gäb’s kein Morgen. Und sollte (vor fünf Jahren, also heute) wirklich irgendein Lifestyle-Hippie geglaubt haben, da wachse eine neue kritische Schar von Consumer-Reportern mit Service-Auftrag und thematischem Esprit heran, dann wäre es jetzt (also dann) höchste Zeit für’s Ashram. und ich schiebe hinterher: die identitätskrise meines blogs kommt nicht von ungefähr.

blogleserInnen (wie ich ja auch eine bin) gieren, könnte man beim durchforsten der bloginhalte meinen, nach persönlichem zeug. und am allerliebsten würden wir wohl bei leandra, bryan und betty mit am schreibtisch sitzen. wie super also, dass leandra medine nun einen blick ins office inszeniert. die marant-sneaker und zerrissenen jeans signalisieren maximale lockerheit, die kleiderstange im hintergrund offenbart, dass outfittechnisch noch luft nach oben ist. die leserInnen schreien in der kommentarliste übrigens auch schon nach der dokumentation eines tages "im leben von ... leandra". und für alle nasen, die dieselben in ihren kleiderschrank stecken wollen: hier entlang.

ich gebe zu: um meine fitness war es schon mal besser bestellt. aber vielleicht hilft mir ja tracy anderson weiter, die die problemzonen einer menge modeverrückter frauen auf dem gewissen hat. hier erklärt sie mit hilfe zweier rosafarbener mini-hanteln, wie die oberarme fit für die ärmelfreie saison werden.  ob das was für mich ist? ich fürchte kaum.

Montag, 13. Mai 2013

glückskekspoesie.

einkaufszettel: ja, meiner.

heute erst entdeckt: wir hoffen, dass sie lange freude an ihrem einkauf haben werden. fast so gut wie diese bescheuerte glückskekspoesie. habe daraufhin gleich mal meinen spruch des tages ergoogelt: das gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. wer mehr davon will, klicke hier.

Freitag, 10. Mai 2013

der style report aus münchen.

nein,_die horrorstory rund um das bunte blatt aus münchen hat noch kein ende. statt die stars endlich in den papiercontainer zu werfen, habe ich noch einmal den style report der chefredakteurin durchblättert: zugegeben, die jeans-latzhosen und die camouflage-lovestory habe ich links liegen lassen. viel mehr gefesselt haben mich die klammergriffe der schauspielerinnnen, musikerinnen und bloggerinnen auf den roten teppichen und den abendveranstaltungen um die geliebten kleinen henkellosen täschchen. angela merkel spannte ihr täschchen vor einigen jahren in bayreuth ja ziemlich ungelenk mit einem gummiband um ihren unterarm. das passiert den modefixierten damen natürlich nicht, sonst wären sie ja auch nicht im style report der chefredakteurin aus münchen gelandet. nein, wer heute was auf sich hält, presst die clutch händisch vor den oberkörper oder unter den arm. alternative für tagsüber: milchkaffee-becher und papiertüte. (ob mit pappigem fastfood oder was gesundem von whole foods befüllt, bleibt das geheimnis von michelle williams. die habe ich nämlich bis auf die dunkel lackierten fingernägel unsichtbar gemacht) 

Donnerstag, 9. Mai 2013

feiertagshäppchen.

so funktioniert chanel-geschichtsschreibung à la lagerfeld:  keira knightley gibt im 18minüter once upon a time... die junge coco chanel, durch die tür ihrer boutique im seebad deauville spazieren im minutentakt schöne frauen. keine frage, der tausendsassa lagerfeld hat seine model-entourage wieder hübsch in szene gesetzt. was alles andere angeht, wollen wir mal nicht so streng sein.

die kering-story bei garance doré geht weiter. in der neuen folge geht es um die nachwuchsförderung.  

wenn die seit 1971 jährlich stattfindende met gala anlässlich der ausstellung punk: chaos to couture ihre gäste auffordert, auf dem roten teppich den punk zu geben,  kann das nur nach hinten losgehen. meine lieblingsanekdote zur diesjährigen motto-party: madonnas vorbereitungen auf ihren punkigen auftritt in nieten und zerrissenem netz von givenchy - es geht eben nichts ohne ein wohlgeformtes hinterteil

ein quäntchen rebellion verkauft sich im modebusiness immer wieder gut: isabel marant, die im wohlhabenden pariser vorort neuilly, wo das arrivierte bürgertum zu hause ist, aufwuchs, rebellierte angeblich schon mit neun: Damals konnte ich mich selbst nicht sehr gut leiden. Ich fand mich nicht hübsch und wollte mich am liebsten ver­stecken, gibt sie in einem portrait auf net-à-porter.com zu protokoll. heute muss sie wahrscheinlich damit leben, dass sich die wohlhabenden pariser sprösslinge hier und da marant-blusen überwerfen. 

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